Testort: ANODIX-Testanlage, Nato-Flugplatz Büchel, 2002, Gebäude 1202.

Tester: Test durch das Staatshochbauamt (Landesbetrieb Liegenschafts-u. Baubetreuung, LBB)

Wenig benutztes Unterkunftsgebäude mit alter Eisenrohrinstallation aus den 50er Jahren. 50% der Hausleitungen seit Jahren nicht in Betrieb, stillgelegte Bäderetage, Verteilungsleitungen, Stockwerksleitungen und Anschlussleitungen waren Totleitungen! Von 20.000, zeitweise 100.000 KBE/100 ml im Juni und ohne vorherige Desinfektion des Warmwassersystems wurde die Anlage letztlich durch AnodiX auf 0  KBE/100 ml gebracht.

"Bei bestimmungsgemäßem und störungsfreiem Betrieb der Testanlage, Fabrikat ANODIX ,Typ L, werden durch die elektrolytisch erzeugten Desinfizienzien Legionellen und ggf. auch andere Infektionserreger hochwirksam abgetötet. Außerdem wird vermutet, dass hierdurch nachhaltig der Biofilm im Trinkwasserleitungssystem dezimiert oder entfernt wird. Der Einbau einer solchen Anlage empfiehlt sich bei vorhandenen sowie neuen Trinkwasser-Anlagen mit Neigung zu erhöhter Kontamination und bei Anlagen mit hohen hygienischen Ansprüchen. Da der Hersteller über eine Serie verschiedener Baugrößen verfügt, kann der Einbau einer solchen Desinfektionsanlage sowohl bei großen als auch kleineren Trinkwarmwasseranlagen wirtschaftlich sein. Vor dem Einbau einer solchen Anlage in bestehende Trinkwarmwasseranlagen sollten diese ggf. hinsichtlich Aufkeimungspotentiale (z.B. Stagnation, hydraulischer Abgleich der Zirkulation, Nutzerverhalten, etc.) überprüft werden, um das Kontaminationsrisiko gering zu halten und damit die Effizienz der Anlage zu erhöhen"

Dipl.-Ing. Berthold Engelhardt (FH), LBB, 10.11.2003